Technologie = Digitalisierung?

Wenn man sich die Zeit des Lesens sparen will, löse ich die obige Gleichung direkt auf: nein. Aber auch so viel sei verraten: weiterlesen lohnt sich, denn es wird sich um die folgende Aussage drehen:

Technologie ist nicht gleich Digitalisierung. Technologie kann ein unterstützendes Mittel sein, ist aber nicht damit gleichzusetzen.

Aber von Anfang an.

Was bedeutet Technologie in einer digitalen Strategie?

Technologien sind meistens der zu beschreitende Weg einer Idee, die umgesetzt werden soll. Sie ist aber nicht der Anfang. Wenn ich von Anfang an in Technologien denke, verschließe ich mich der Offenheit und Innovationskraft gegenüber dem Neuen und Unbekannten. Ich bewege mich dann immer in einem Rahmen, den mir die Technologien setzen. Wenn ich darüber hinaus denken will, muss ich mich von diesem Rahmen lösen. Im Übrigen gilt dies auch für Produkte, Märkte, bereits bestehende Bedingungen, etc. Darauf will ich hier nicht hinaus – man kann es aber als Anregung für weitere Gedankenspiele verstehen.

Daher ist eine Technologie wichtig, sie muss sich aber nach den Ideen und Innovationen richten. Nur dadurch erhalte ich als Nutznießer etwas Bahnbrechendes. Dadurch wachsen Geschäftsmodelle und Ideen über sich hinaus. Dadurch erschafft man ein Unicorn Business. 

Hierzu ein Beispiel

Immer wieder werden gerne Uber und Airbnb als Beispiel in einer digitalen Transformation und für disruptive Geschäftsmodelle verwendet: da werde ich natürlich keine Ausnahme machen (hier noch mein Artikel zu Uber).

Airbnb im Detail

Airbnb kam, wie die meisten Ideen, aus einem einfachen Problem heraus: Joe Gebbia, Brian Chesky und  Nathan Blecharczyk wohnten zusammen in einer WG in San Francisco. Im Sommer 2007 erhöhte der Vermieter die Miete so sehr, so dass Nathan Blecharczyk ausziehen musste. Die beiden verbliebenen Bewohner (Joe Gebbia und Brian Chesky) hatten kein Geld, sodass sie das frei gewordene Zimmer zwischenzeitlich untervermieten wollten. In dieser Zeit war eine sehr hoch angesehene Konferenz in San Francisco. Somit waren alle Hotels restlos ausgebucht. Sie erhielten für das Zimmer ca. $ 1.000 (an alle CeBIT-Besucher: kennt man durchaus auch hier – ein Wermutstropfen: leider führten die damaligen Gegebenheiten nicht zu einem Hannoverischen „Airbnb“).

Die drei setzten sich danach drei Monate zusammen und überlegten, wie sie dieses Erlebnis auch für andere Menschen nutzbar machen konnten: dies war der Startschuss für Airbnb (hier ein Interview mit  Nathan Blecharczyk).

Als weiteres Beispiel sei hier auch noch Facebook erwähnt! (Wikipedia-Eintrag zu Facebook).

Ist Technologie nun überflüssig?

Hier kann es nur ein eindeutiges nein geben. Eine Technologie ist wichtig, um Ergebnisse zu erzielen. Das ist ja immer ein Ziel, wenn man sich verändern möchte: ein Ergebnis, am besten auch um Ertragreich zu sein.

Technologie sollte als ideales Mittel eingesetzt werden.

Dieser Artikel soll das Bewusstsein hervorrufen, dass eine Technologie nicht außer Acht gelassen werden sollte. Aber in einer Betrachtung zu neuen Möglichkeiten nicht an erster Stelle steht. Auch nicht an Zweiter. Sie sollte als ideales Mittel eingesetzt werden.

Fazit

In einer digitalen Strategie ist eine Technologie ein wichtiger Bestandteil. Die Technologie ist aber meistens die Manifestation einer vorangegangen Idee. Einer Idee, die jemand hatte und diese nun umgesetzt haben wollte. Es gibt keine Schranken, keine Grenzen in einer Idee. Und die geeignete Technologie lässt sich dann passgenau auf die Idee hin finden, oder zuschneidern. Wichtig ist mit einer Idee ohne Schranken zu starten. Der Weg wird sich ergeben.

Wichtig ist mit einer Idee ohne Schranken zu starten.

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