Unternehmen/r: traut euch!

Dieser Artikel ist ein Aufruf: er soll animieren und motivieren, sich mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen. Es geht nicht um Technologie. Es geht um Offenheit und um Ausprobieren. Es geht um schnell starten und auch um schnelles scheitern. Und aus den Fehlern zu lernen.

Schnell starten

Aller Anfang ist schwer. So lautet ein bekanntes Sprichwort. Das dies nicht immer so ist, hat jeder von uns schon mehrfach selber erlebt.

Wenn es heutzutage in Unternehmen um das Thema „Digitalisierung“ geht, dann kommt dieses Sprichwort oft wieder zum Einsatz.

Dabei geht es dabei nicht darum den vollendeten und perfekten Plan zu haben. Es geht darum, dass man als Unternehmen sich auch mal versuchen kann. Schnell starten hat einen enormen Vorteil gegenüber einer langfristigen Planung: man hat nicht genügend Zeit die negativen Auswirkungen zu betrachten. Und sich davon entmutigen zu lassen.

Schnell zu starten heißt den ersten Schritt wagen. Die Skepsis über Bord werfen und mal auf die lange Studie zu verzichten.

Schnell starten heißt nicht, dass ich mich nun vollends und komplett kopflos in das nächste Abenteuer stürze. Vielmehr geht es um eine praktikable Planung. Und vielleicht auch um Verantwortung.

Gerade beim Thema Verantwortung wird es immer wieder spannend: wem gebe ich als Unternehmer Verantwortung? Oder anders gefragt: kann ich Verantwortung abgeben? Bin ich dazu bereit?

Und wenn man schnell gestartet ist, mit neuen und frischen Ideen, dann passiert oft auch etwas, mit dem wir gerade in Deutschland selten umgehen können:

Schnell scheitern

Bei dem Versuch etwas neues zu erschaffen wird man zwangsläufig auch mal scheitern. Das ist auch ok. Und enorm wichtig. Wenn man scheitert, sollte das so früh wie möglich erfolgen. Diese Erfahrungen sind der Antrieb für die nächste Idee. Um es beim nächsten Mal besser zu machen. Daher:

Eine kleine Anleitung zum erfolgreichen scheitern

Der erste Schritt ist die Idee. Ohne eine Idee ist es tatsächlich schwierig zu starten. Wenn Sie selber keine Idee haben, wenden Sie sich an Ihre Mitarbeiter. Beziehen Sie Ihre Kunden mit ein. Verwenden Sie beispielsweise Elemente aus dem Design Thinking.

Der zweite Schritt wurde bereits erwähnt: starten Sie. Die Idee die Sie haben gilt es nun umzusetzen. Bilden Sie hierzu ein Team (dritter Schritt). Dabei auch die vorigen Fragen: wer soll die Verantwortung übernehmen? Wollen Sie sich komplett selbst darum kümmern? Eine Möglichkeit. Dann benötigen Sie nur für Ihre bisherigen Aufgaben einen Verantwortlichen. Sie werden also Verantwortung delegieren müssen. Und wollen.

Sie haben eine Idee, ein Team und sind gestartet. Binden Sie nun eine Zielgruppe mit ein (vierter Schritt). Testen Sie Ihre Idee an dieser Gruppe (fünfter Schritt). Und Sie werden sehen, hier kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit der sechste Schritt: sie werden vielleicht hier scheitern. Vielleicht war die Idee noch nicht ausgegoren. Vielleicht waren es die falschen Kunden. Vielleicht hat das Konzept, die Umsetzung, das Team, die Idee, oder, oder, oder nicht gepasst.

Daher folgt nun der siebte Schritt: finden Sie die Stellschrauben und starten erneut. Beginnen Sie wieder mit Schritt eins. Oft sind es nur kleine Änderungen, die den Erfolg bringen.

Kleine Veränderung – Große (Aus-)Wirkung

Eine Veränderung kann in nur kleinen Punkten bestehen. Airbnb zum Beispiel: die Plattform war zu Beginn nicht sehr erfolgreich. Die Gründer haben beobachtet woran es liegen könnte und festgestellt, dass die Fotos der Unterkünfte nicht gut waren. Sie stellten Fotografen als Service zur Verfügung. Und um so besser die Fotos waren, umso besser wurden die Unterkünfte angenommen. Eine kleine Veränderung mit einer großen Auswirkung.

Dies wurde sehr schnell festgestellt. Daher das perfekte Beispiel: schnell gestartet, ein Problem festgestellt, analysiert und verändert. Und nun sind sie erfolgreich!

Fazit

Es gilt heutzutage die eigene Mentalität zu verändern: immer nur erfolgreich sein klappt einfach nicht. Scheitern ist etwas, dass uns weiter voran bringt. Denn scheitern heißt, dass wir unsere eigene Komfortzone verlassen müssen. Und nur wer seine eigene Komfortzone verlässt, wird über sich hinaus wachsen.

 

Und im Idealfall hat man doppelt gewonnen: man ist über sich selber hinaus gewachsen. Und man hat vielleicht das nächste große Einhorn geschaffen!

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