Zum Denken gezwungen

Der Titel lässt sehr viel Interpretationsspielraum zu. In diesem Fall geht es mir aber eher um kreatives Denken. In einem meiner letzten Beiträge hatte ich schon mal etwas zu einer kreativen Pause erläutert.  Dieses Mal hat mich meine Tochter dazu ermuntert, dass ich mir eine kreative Denkpause gönne. Sie ist in meinen Armen eingeschlafen und ich war handlungsunfähig: kein Smartphone, Buch, Fernseher, Notebook oder sonstige Ablenkung war möglich. Zum schlafen war ich zu wach. Zum unterhalten war niemand da. Also blieb mir nur das Denken übrig.

Kreatives vs. strategisches Denken

Dieses Jahr wird es eine Neuerung bei mir geben. Und damit verbunden gibt es noch viel zu tun. Ich habe natürlich viele Überlegungen getroffen, Theorien, Strategien, Methoden und wichtige Punkte erörtert. Aber genau diese Punkte ohne Hilfsmittel, ohne Notizen und ohne Flipcharts/Whiteboards durchzudenken, anders und neu zu interpretieren, dazu fehlt oft die Zeit. Und man muss dazu auch gerade in der entsprechenden offenen Stimmung sein.

Im strategischen Denken sieht dies anders aus. Es gibt eine Aufgabenstellung und man geht an die Sache methodisch heran. Man nutzt Tools nach den persönlichen Vorlieben, verwendet Mittel um zu visualisieren, stimmt sich mit anderen Menschen ab.

Genau das ist im kreativen Denkprozess anders: hier wird (kein Muss-Kriterium) kein Mittel benutzt. Die Gedanken bewegen sich frei, schweifen umher und driften ab. Es steht nur ein oberer Gedanke, ein Hauptpunkt im geistigen Raum. Was dabei heraus kommt, ist offen. Vielleicht nützt es etwas, vielleicht auch der sogenannte „Geistesblitz“. Vielleicht aber auch einfach nichts.

Fazit

Und genau dieser kreative Denkprozess ist so selten, aber so unverzichtbar. Oft, und da nehme ich mich nicht aus, nimmt man sich dafür zu wenig Zeit. Man denkt nach, kommt auf einen Punkt bei dem man nicht weiter weiß oder etwas nachschlagen muss und zack, hat man das Smartphone in der Hand.

Daher war das heute für mich der Reminder, dass ich mir solche Zeiten öfter nehme. Und dabei ist eines ganz wichtig: „alles kann, nichts muss!“

Ein Gedanke zu „Zum Denken gezwungen

  1. […] Heute sind wir sehr entspannt unterwegs. Oder bayerisch gesagt, wir „sandeln“ heute ein wenig. Wir beginnen unseren Tag gegen halb neun Uhr und machen dann, tja, nicht viel. Semmeln, nein, Brötchen holen – dauert nicht so lange (ist in Wurfweite). Frühstück. Ach ja, die kleinen Füße sind heute ziemlich quengelig. Sie will heute viel Aufmerksamkeit. Dabei schläft sie dann doch bei mir auch mal ein – und Frau W. fängt an zu putzen – Mitty muss ja auch mal gebeselt werden. Währenddessen halte ich die kleinen Füße eben auf den Armen – und bin damit auch direkt gebunden. Kein Smartphone, Buch oder sonstige Ablenkung ist mehr möglich. Tut mir aber auch mal ganz gut und ich stelle fest, dass ich dabei Zeit habe, um meinen Gedanken nachzuhängen (dabei entsteht doch glatt ein neuer Beitrag auf meinem Blog mit dem Titel „Zum Denken gezwungen„). […]

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